Im Atelier
Woran ich gerade arbeite.
Ich glaube nicht daran, daß einen die Muse küßt oder daß man warten kann, bis die Inspiration einen findet. Ich glaube an feste Zeiten und einen disziplinierten Aufbau der Arbeit. Es ist wie beim Angeln: Man kann nicht sagen, ich fange jetzt einen Fisch. Man kann nur sagen, ich gehe jetzt angeln. Genauso kann man nicht sagen, ich male jetzt ein großartiges Werk. Man kann nur anfangen zu malen. Bei der Arbeit entsteht dann eine eigene Dynamik, eine Art Rausch, in dem man Zeit und Umgebung vergißt und sich ganz in der Malerei verliert. Dieser Zustand stellt sich nicht immer ein. Aber er stellt sich nur ein, wenn man anfängt.
Mein Atelier hat hohe Decken und ein ruhiges Nordlicht. Bei der Arbeit begleitet mich fast immer Klaviermusik; sie treibt mich an, färbt die Stimmung und damit auch die Bilder, die beim Hören entstehen. Den meisten meiner Bilder kann ich eine bestimmte Musik zuordnen.